Agenten des Neoliberalismus

 Warum sie neoliberal sind

   

Roland Berger

Berger_250x187px "Sozial ist, was Arbeit schafft. Denn nur so finden Menschen neue Chancen für beruflichen und gesellschaftlichen Aufstieg."Professor Roland Berger, Unternehmensberater, INSM-BotschafterQuelle: www.einstieg-in-arbeit.de
Sozial ist dann auch eine Arbeit, die mit 3,50 Euro / Stunde vergütet wird?Wir glauben nicht, Herr Berger!Welche "Chancen für beruflichen und gesellschaftlichen Aufstieg" bietet denn die Reinigungstätigkeit mit 3,5 Euro Gehalt?
 

Dr. Christine Bortenlänger

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"Um es mit Thomas Mann zu sagen:
"Arbeit ist schwer, ist oft genug ein freudloses und mühseliges Stochern; aber nicht arbeiten - das ist die Hölle." Arbeit ist wichtig für das Selbstwertgefühl. Um eine gute Arbeitsstelle zu bekommen, ist eine fundierte Ausbildung unabdingbar. Ich möchte jeden ermutigen, so viel wie möglich zu lernen, neugierig zu bleiben und sich breit gefächert zu informieren. Bildung und Wissen kann Ihnen niemand mehr nehmen."Dr. Christine Bortenlänger, Mitglied der Geschäftsführung Börse MünchenQuelle: www.einstieg-in-arbeit.de
Arbeit als "freudloses und mühseliges Stochern" - Bortenlänger nutzt diesen Satz sehr perfide, rechtfertigt er doch im Sinne der Berteslmannstiftung die Ausbeutung von Angstellten und schlechte Arbeitsbedingungen.Frei nach dem Motto: es könnte schlimer kommen, du könntest arbeitslos sein!Das Zitat stammt vom Anfang des 20. Jahrhunderts. Inzwischen ist die Produktivität westlicher Gesellschaften so hoch, daß niemand einer Freudlosen Arbeit nachgehen müßte, wenn es keine Bereicherung an den Ärmsten der Gesellschaft gäbe.
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Antje von Dewitz Dewitz_250x187px

"VAUDE ist ein Familienunternehmen. Uns liegt viel an den Menschen, mit denen wir zusammenarbeiten. Wir haben Freude daran, ein starkes Team von Menschen aufzubauen, die langfristig bei uns Arbeit finden.
Aufgrund der immer stärker greifenden Regulierungen auf dem Arbeitsmarkt sehen wir uns jedoch immer öfter dazu gezwungen, entstehende Arbeitsinhalte durch Externe bearbeiten zu lassen, anstatt intern weitere Stellen aufzubauen. Aus meiner Sicht macht sich der Wunsch nach mehr Sicherheit für den Arbeitnehmer in immer weiteren bürokratischen Regelungen sichtbar,
die aber letztendlich auch für Arbeitnehmer in eine falsche Richtung gehen.
Daher unterstütze ich gerne die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft."Antje von Dewitz, Marketingleiterin VAUDE Sport GmbH & Co. KGQuelle: www.einstieg-in-arbeit.de
Die angeblichen immer stärker greifenden"Regulierungen am Arbeitsmarkt" - welche sind das? Wo fühlt man  sich als Arbeitgeber schlecht behandelt? Vor allem: Warum gibt es Regulierung? Um die Rechte der Arbeitnehmerinnen zu garantieren. Ist etwa der Kündigungsschutz gemeint, der die strukturelle Schwäche des Arbeitnehmers gegenüber der Arbeitgeberin ausgleichen soll, gemeint? Nein, diese Gesetze gehen nicht in die falsche Richtung für die ArbeitnehmerInnen.

Bürokratie (die ja immer böse sein muß, weil sie Stigmatisiert ist) mit Arbeitnehmerrechten gleichzusetzen ist unzulässig.
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Klaus von Dohnanyi
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  • "...Die Studienzeiten sind im internationalen Vergleich zu lang [...]

  • •...Die Kommission empfiehlt Senat und Hochschulen die flächendeckende Einführung des konsekutiven Bachelor-/Master-Studiensystems und damit die Ablösung des bisherigen Systems der Magister-, Diplom- und Staatsexamens-Studiengänge" [...]

  • •...steuernden Systems ein Höchstmaß an Autonomie und Profilierungsspielraum erhalten.

  • •...Die Hochschulen bzw. Sektionen benötigen dazu vor allem leistungsfähige interne Willensbildungs- und
    Entscheidungsstrukturen. 

  • •Die Kommission empfiehlt eine Umstellung der Hochschulfinanzierung auf eine Orientierung an den Leistungen und der Innovationsfähigkeit der Hochschulen [...]  mangelnden Anreizen für eine hervorragende Betreuung der Studierenden.  [...]

  • •...Die Hochschulen bilden z.T. am gesellschaftlichen Bedarf vorbei aus. Dies liegt an fehlender Schwerpunktsetzung der Hochschulen und einer Fortschreibung historisch gewachsener Strukturen ohne Bezugnahme auf den Wandel des gesellschaftlichen Bedarfs an Hochschulbildung. [...]
Quelle: Bericht der sog. Dohnanyi-Kommission zum neoliberalen Umbau der Hochschulen im Bundesland Hamburg
Dohnanyi ist ein klassischer Wolf im Schafspelz. Links blinken, sich als SPD-Bürgermeister einen diffus "linken" Ruf erwirtschaften und dann als Vorsitzender einer Kommission zur Zerschlagung der "alten" Universitätsstrukturen rechts abbiegen und dazu beitragen, eine Ökonomisierung, Verschulung und Wirtschaftsorientierung im Bildungssystem voranzutreiben.Entweder es handelt sich bei dieser Person um einen klassischen Renegaten, oder sie war nie dem linken Spektrum zuzuordnen. Parteibuch hin oder her.Im Bericht der sog. Dohnanyi-Kommission steht dann auch alles Schlimme schon drin, was derzeit so viel kritisiert an den Hochschulen umgesetzt wird:

Die angeblich zu langen Studienzeiten sollen zum einen mit einer Verschulung und damit durch eine Entmündigung der Studierenen erreicht werden und andererseits dadurch, daß man die Hälfte der Studierenden mit einem halbgaren Bachelor-Abschluß durchschleust und damit ein Zweiklassensystem einführt.

Die angeblich mangelnden Anreize, studierende gut zu betreuen und allgemein "excellent" zu sein, sollen durch einen exzessiven internen und externen Wettbewerb geschaffen werden. Wettbewerb ist natürlich ein wichtiges Element einer neoliberalen Hochschulreform. Wettbewerb auf Kosten der Kooperation versteht sich.

Angeblich wird am "gesellschaftlichen" Bedarf vorbei (aus)gebildet. Was hier so harmlos und wohl klingend als "gesellschaftlicher Bedarf" daherkommt, ist in wirklichkeit als ökonomische Verwertbarkeit gemeint.

Sie sind ein mehr schlecht als geschickt getarnter Lobbyist, Herr von Dohnanyi!
   
Professor Juergen B. Donges
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"In der Lohn- und Arbeitsmarktpolitik ist die gängige Praxis, Arbeithabende zu beglücken und zugleich Arbeitsuchende zu diskriminieren, nicht länger hinnehmbar. Die Kündigungsschutzregelungen müssen flexibler gestaltet, die Pläne für die Einführung von gesetzlichen Mindestlöhnen sollten ad acta gelegt werden. Es ist unverantwortlich, wenn unter dem Etikett der sozialen Gerechtigkeit vielen Jugendlichen bereits die erste berufliche Chance verweigert wird."
Professor Juergen B. Donges, Direktor des Instituts für Wirtschaftspolitik an der Universität zu KölnQuelle: www.einstieg-in-arbeit.de
Kündigungsschutz und Arbeitnehmerrechte werden hier in absurder Art und Weise gegen die angeblichen Interessen von Berufseinsteigerungen gegenübergestellt.Die Logik beißt sich nur leider in den Schwanz: Sind die ArbeitnehmerInnen erst einmal im Beruf, dann haben sie eben keinen Schutz. Und wie viel Gelassenheit und langfristige Lebensplanung ist dann noch möglich?
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Dominique Döttling

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"Entwicklung der Human Ressources, sagt der Personaler, Erhöhung der Mitarbeiter-Kapazität, sagt der Betriebswirt, Steigerung des Bruttoinlandsproduktes, sagt der Volkswirt, Lernen, sagt der Pädagoge, Verstärkung von neuronalen Verknüpfungen, sagt der Hirnforscher, Voraussetzung für die Zukunftsfähigkeit unseres Landes, sagt der Politiker.Und der oder die Lernende? Erlebt Glück, fühlt Sinn und schafft sich Perspektiven.Bildung ist der Schlüssel für ein erfülltes und selbst bestimmtes Leben in Arbeit. Hier gibt es kein Zuviel an Investition - weder staatlich noch persönlich!"Dominique Döttling, UnternehmensberaterinQuelle: www.einstieg-in-arbeit.de
Menschliche Ressourcen!. Der Mensch als Produktionsfaktor, so wie ein Rohstoff, welchen man kalkuliert. Steigerung des BIP als Mantra der Dummen und der Neoliberalen. Erhöhung der Mitarbeiter-Kapazität - durch Überstunden, oder wie?Aha: Lernen sagt der Pädagoge. Schon mal was von Bildung gehört? Die ist nämlich mehr als nur wissen eintrichtern.Persönlich soll in Bildung investiert werden. Das heißt, der einzelne soll seine Bildung mit Geld bezahlen - natürlich um der Bildung einen ökonomischen Wert zuzurechnen, wie es ja erklärtes Ziel der Berteslmannstiftung und ihrer AgentInnen ist.
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Jörg Dräger

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"Es ist kein Geheimnis, dass ich persönlich für die Studiengebühren bin. Das gilt auch für das Centrum für Hochschulentwicklung, dessen Geschäftsführer ich bin. Meines Erachtens kann es nicht sein, dass der private Finanzierungsanteil in Deutschland für die Bildung und Betreuung in den Kindertagesstätten bei knapp 40 liegt, der für die Schulen bei 20 Prozent und der für die Hochschulausbildung bei unter 10 Prozent. Bisher ist es also so, dass eine Krankenschwester über ihre Steuern einem Chefarztsohn das Studium mitfinanziert. Halten Sie das für gerecht? Da ist ein eigener, moderater Beitrag zu den Studiengebühren gerechter. Klar ist, dass Studierende bei der Finanzierung von Studiengebühren durch Darlehen und Stipendien unterstützt werden müssen."

Quelle: www.bertelsmann-stiftung.de
Dräger - ein hervorragender Bertelsmann. Nachdem er als Wissenschaftssenator sein Unwesen am "Standort Hamburg" getrieben hat (Studiengebühren, Entdemokratisierung, Hochschulrat), wurde er zur Stiftung geholt und setzt dort seine Karriere fort.Dräter ist ein Vermarkungsagent für die Studiengebühren in Deutschland. Das alte, absurde Argument der Krankenschwester, die dem Chefarztsohn sein Studium finanziert wird wieder einmal aus dem Hut gezaubert. Daß das Steuersystem ein solidarisches ist und der Chefarzt auch einen höheren Steuersatz hat, als die Krankenschwester bleibt unerwähnt. Auch daß die Bildungschancen der kinder der Krankenschwester durch Studiengebühren stark eingeschränkt werden.
Der Übergang von der staatlichen Vollfinanzierung des Studiums zu einer teilweise privaten Finanzierung in Form von Darlehen und Stipendien sind einerseitz eine Strafsteuer auf Hochschulbildung und andererseits ein Abbau des Sozialstaates zugunsten eines liberalistischen Systems der Eigenverantwortung.
   

PD Dr. Makram El-Shagi

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"Die problematischen Folgen der übersteigerten Arbeitslosenunterstützung gehen weit über die unmittelbaren und allgegenwärtigen Effizienzdefizite des Arbeitsmarktes hinaus. Die Selbstverständlichkeit, mit der staatliche Transferzahlungen bei Arbeitslosigkeit gewährt werden, verleitet gerade Heranwachsende dazu, Arbeitslosigkeit als persönliches Problem zu unterschätzen. Wenn der langfristige Bezug von Arbeitslosenunterstützung als gleichberechtigte Alternative neben Arbeit steht, werden die Anreize zur Qualifikation stark beeinträchtigt. Das Problem der Arbeitslosigkeit, das in Deutschland im Wesentlichen ein Problem der Geringqualifizierten ist, wird so über Generationen hinweg konserviert."PD Dr. Makram El-Shagi, Lehrstuhl für VWL, insbesondere Internationale Wirtschaftsbeziehungen der Universität MannheimQuelle: www.einstieg-in-arbeit.de
Übersteigerte Folgen der Arbeitslosenunterstützung - der Gute macht keinen Witz, sondern meint wohl tatsächlich Hartz IV. Ok, nun zur Logik der Argumentation: Die Kinder erkennen, daß sie eine gewisse Sicherheit in einem Sozialstaat haben und das führt dann dazu, daß sie fauler in der Schule sind, oder haben wir das falsch verstanden?Herr El-Shagi ist ganz offensichtlich kein Pädagoge, denn sonst wüßte er, daß sich Motivation bei Kindern kaum in derartigen gesellschaftspolitischen Dimensionen entscheidet, sondern an der persönlichen Förderung, am sozialen Umfeld und vielen anderen Faktoren.Der Mythos, die Faulheit der bösen Hartz IV EmpfängerInnen vererbe sich quasi an die Kinder und Kindeskinder über Generationen hinweg ist ganz einfach Unsinn. Durch gebetsmühlenartige Wiederholung wird es nicht wahrer.Getretener Quark wird breit, nicht stark (J.W. Goethe).
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Carola Ferstl

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"Beim Einstieg in den Job ist eines ganz wichtig: Eigeninitiative! Wenn man etwas wirklich will, dann bekommt man es auch. Das gilt auch für den ersten Job. Vorher sollte man aber alles dafür tun, dass der Einstieg klappt. Dafür sind Praktika immer noch ein guter Weg. Auch mir haben die ersten Erfahrungen im Berufsleben während meiner Praktika gezeigt, welcher Job der richtige ist. Mit einer großen Portion Engagement und einem Quentchen Glück kommt man dort an, wo man hin will. Darum rate ich jedem Berufseinsteiger: nicht zurücklehnen, sondern aus den vielen Anwärtern mit eigener Leistung herausragen. Das klingt nach viel Arbeit, bringt aber den gewünschten Erfolg: den Traumjob!"Carola Ferstl, ntv-BörsenexpertinQuelle: www.einstieg-in-arbeit.de
Daß man, wenn man etwas will, es auch bekommt, ist nicht der Fall. Wie viele wollen der Superstar der Nation werden? Und wie wenige werden dann Eintagsfliegen der Musikindustrie?Praktika sind also ein guter Weg, um den Einstieg zu schaffen. Mag sein aber: Die meisten Praktikastellen ersetzen Arbeitskräfte, die meisten PraktikantInnen werden mies oder gar nicht bezahlt.Aus der Masse der Anwärter (Mitbewerber!) herausstechen soll man also. Man soll der/die Beste sein. Dann gibt's den Traumjob. Das ist die typische Köderfunktion des Neoliberalismus: Allen wird vorgegaukelt, sie könnten reich werden, damit alle schön fleißig anpacken und es dann doch nur zum stellvertretenden Abteilungsleiter zu schaffen.
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Richard Florida

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"The woman who cleans my house is a gem [ein Schatz] who will suggest ideas for redecorating; she takes on these things in an entrepreneurial manner. Her husband drives a Porsche”
Der US-Amerikanische Populärwissenschaftler Florida meint, man müsse alle Städte ausschließlich nach den Interessen und Wünschen der sogenannten Kreativen Klasse umbauen.So viel soziale Blindheit und Verklärtheit wie in diesem kleinen Zitat klar wird ist schon ein Kunststück für einen selbsternannten Wissenschaftler.
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Dieter Thomas Heck

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"Als junger Mensch will man sich im Job beweisen und sich weiterentwickeln. Meine Karriere als Entertainer und Sänger startete ich nach einer kaufmännischen Ausbildung. Ich wollte mich unbedingt vor Kamera und Mikrofon beweisen und bekam die Chance. Damit mehr Menschen eine Chance auf dem Arbeitsmarkt erhalten, unterstütze ich die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft bei ihrer Kampagne ´Einstieg in Arbeit`."
Dieter Thomas Heck, TV-Moderator und SängerQuelle: www.einstieg-in-arbeit.de
Heck hat scheinbar gar nicht kapiert, was die Bertelsmannstiftung will. Arbeitsplätze werden durch diese sogenannte Initiative nämlich sicherlich nicht geschaffen.
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Professor Dr. Michael Hüther

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"Vermeintlich soziale Projekte - wie zum Beispiel Mindestlöhne, werden am Ende Beschäftigung kosten."
Professor Dr. Michael Hüther, Direktor des IW Köln, Berater der INSMQuelle: www.einstieg-in-arbeit.de
Nein, der Mindestlohn kostet keine Arbeitsplätze, sondern der gesichtslose Manager, oder der dumme Professor, der so etwas wie hier sagt. Unternehmen feuern Leute, wenn die Rendite auf über 15% getrieben werden muß, aber nicht aufgrund der Personalkosten.
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Ralf Möller

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"Für junge Menschen ist es sehr wichtig, eine Perspektive im Leben zu haben. Deshalb ist es auch so entscheidend, sie beim Ersteinstieg in den Beruf zu unterstützen. Denn nur wer den Einstieg schafft, kann auch aufsteigen. Jede Stufe auf der Karriereleiter muss deshalb einzeln erklommen werden. Um den Einstieg in Arbeit zu schaffen, braucht man eine Menge Eigeninitiative, Mut und den nötigen Ehrgeiz. Nur so übersteht man auch Niederlagen und Enttäuschungen. Mein Tipp: Man muss die Dinge positiv angehen. Mit einem festen Glauben an sich selbst und genügend Durchhaltevermögen kann man jede Hürde meistern."Ralf Möller, SchauspielerQuelle: www.einstieg-in-arbeit.de
Das Schlagwort Eigeninitiative gibt die Richtung vor: Der Mensch soll sich als autonom handelnde ICH-AG sehen und nicht z.B. als solidarischer Teil einer Gesellschaft.Die Schlagworte Mut, Ehrgeiz, Durchhaltevermögen und Karriereleiter sagen aus, wie sich der "junge Mensch" zielstrebig und fleißig an den sozialen Aufstieg machen soll.In der Aussage, daß man jede Hürde meistern könne, spiegelt sich der alte Mythos des "Tellerwäscher zum Millionär" wider. Dies ist dann auch das implizit genannte Ziel: Reichtum horten und ganz nach oben kommen. Bloß nicht faul sein, geschweige denn das Leben genießen.
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Detlef Müller-Böling

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"Zwei Männer sind unterwegs in Kanada, da steht plötzlich ein Grizzlybär aufgebäumt vor ihnen. Der eine der Männer reagiert panisch, der andere setzt sich erstmal hin, holt seine Laufschuhe aus seinem Rucksack und zieht sie an. Der panische Mann fragt aufgeregt 'warum ziehst du die Laufschuhe an? Der Bär ist doch sowieso viel schneller als du!' Da sagt der andere: 'Ja, aber mit den Schuhen bin ich schneller als du!'"

(Sinngemäße Anekdote Müller-Bölings bei seinem "Key-Note" Vortrag zur Unterstreichung der Notwendigkeit für mehr Wettbewerb an deutschen Hochschulen und zwischen Studierenden bei der Campus Innovation 2010 im Curio-Haus bei der Uni Hamburg, am 18.11.2010)
Müller-Böling, Autor des Buches "Die Entfesselte Hochschule" und Ehem. Leiter des CHE ist ein Agent des Neoliberalismus par Excellence. Ein echter Sozialdarwinist, dazu, wie dieses unglaubliche Zitat beweist!
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Edmund S. Phelps

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"Der Unterschied zwischen Kombi- und Mindestlöhnen ist: Kombilöhne schaffen Arbeitsplätze, Mindestlöhne vernichten sie."Edmund S. Phelps, Nobelpreisträger für WirtschaftswissenschaftenQuelle: www.einstieg-in-arbeit.de
Mindestlöhne vernichten Arbeitsplätze. Herr Phelps kann es vielleicht vertreten, der Reinigungskraft zu Hause 3,50\u20ac/Stunde zu zahlen. Der unterschied zwischen Kombi- und Mindestlöhnen ist:
Bei Kombilöhnen gleicht der Staat die Ausbeutung durch Zuschüsse aus, bei Mindestlöhnen müssen die Unternehmen/
Ausbeuter selber angemessene und Löhne zahlen. Das ist natürlich ungerecht.
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Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Friedrich Schneider

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"Ein gesetzlicher Mindestlohn wird zu einer massiven Ausweitung der Schwarzarbeit führen. Wenn der Staat eine Lohnuntergrenze zwischen 7 und 8 Euro vorschriebe, würde das zig Tausende Menschen in die Schattenwirtschaft abdrängen und die Umsätze dort zwischen zwei und sechs Milliarden Euro pro Jahr ansteigen lassen.Politik darf arbeitswillige Menschen nicht in die illegale Arbeitswelt abdrängen, sondern muss alle Voraussetzungen dafür schaffen, dass möglichst viele den Einstieg in legale Beschäftigung schaffen."
Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Friedrich Schneider, Johannes Kepler University of Linz Department of EconomicsQuelle: www.einstieg-in-arbeit.de
Dumpinglöhne führen auch zu Schwarzarbeit. Wer will das Wenige, was man hat, auch noch an den Staat abgeben?Illegal ist nicht die Schwarzarbeit. Kriminell ist das was Unternehmen ihren MitarbeiterInnen bezahlen! Wenn das nämlich nicht so wäre, gäbe es diese ganze Diskussion um Mindestlöhne nicht!
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Lars Naundorf

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"Bei meinen Arbeitslosen versuche ich, oft ängstliche Einstellung in Mut umzuwandeln. Dazu bringe ich sie vom "(Nicht-) Können-Denken" zum "Nutzen-Denken". Welche Dinge kann ich gut, und vor allem was nützen sie dem potentiellen Arbeitgeber? Wo sollte ich noch hinzulernen, und was kann ich damit für zusätzlichen Nutzen bringen? Und um nach längerer Zeit wieder einzusteigen, ist es wichtig, den eigenen Marktwert realistisch zu bestimmen. Wer erst einmal wieder im Arbeitsprozess ist, dem kann auch der Aufstieg gelingen - in höhere Positionen und höhere Gehaltsklassen."Lars Naundorf, privater ArbeitsvermittlerQuelle: www.einstieg-in-arbeit.de
Welche Dinge nutzen meinem Arbeitgeber. Interessante Herangehensweise. Aber falsch. Ich korrigiere: Was will ich? Was macht mich glücklich? Wie kann ich meine Persönlichkeit entfalten? Wie kann ich der Knechtschaft dieser neoliberalen Gesellschaft ablegen?
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Dr. Jochen Volkert

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"Familienfreundliche Maßnahmen sind für das Unternehmensklima sehr wichtig, sie fördern das gute Verhältnis zwischen Geschäftsführung und Beschäftigten. Denn die Familie spielt auch im Beruf immer eine Rolle. Sobald das Familienleben nicht funktioniert, wirkt sich das auch auf die Arbeit aus. Deshalb sehen wir unsere Maßnahmen als Investition in das Betriebsklima."Geschäftsführer promeos GmbHQuelle: www.einstieg-in-arbeit.de
Unterstützung für Familien von Seitens des Unternehmens werden hier nicht etwa mit den gesamtgesellschaftlichen Zielen der Geschlechtergerechtigkeit, Gleichberechtigung, oder demographischen Notwendigkeit begründet, sondern mit der kühlen betriebswirtschaftlicher Berechnung, ein besseres Betriebsklima bedeute auch produktivere Angestellte.
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Paul Kirchhof

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Hier die Titel eines Teils seiner Schreiberzeugnisse:
  • •Das Maß der Gerechtigkeit - Bringt unser Land wieder ins Gleichgewicht
  • •Das Gesetz der Hydra. Gebt den Bürgern ihren Staat zurück
  • •Die Erneuerung des Staates - Eine lösbare Aufgabe
  • •Freiheitlicher Wettbewerb und staatliche Autonomie - Solidarität
  • •Der Staat – eine Erneuerungsaufgabe
  • •Der Staat als Garant und Gegner der Freiheit
 
Mitglied des "Kompetenzteams"/Schattenkabinett der a. Merkel, 2005. Er wurde als zukünftiger Finanzminister aus dem Hut gezaubert, um die Wahl zu gewinnen, was  nach hinten los ging. Konservativer und neoliberaler Vorzeigepolitiker.Die Titel seiner Bücher zeigen klar, was in ihm steckt und welche Art der "Erneuerung" er sich für die BRD so vorstellt:Freiheit ist das Mantra, das er hoch hängt. Freiheit heißt hier die Etablierung eines Nachtwächterstaat, der Abbau von sozialen Leistungen für die Bürger und der Wettbewerb auf allen Ebenen der Gesellschaft. Daß Freiheit hier die Freiheit wohlhabenderen Bevölkerungsschichten auf Kosten der Armut anderer Schichten ist, erwähnt er nicht - ganz anders maßt er sich an, im Namen der "Gerechtigkeit" zu sprechen und das Land ins "Gleichgewicht" bringen zu wollen. Ob das mit einem Nachtwächterstaat wohl funktionieren wird?
 
   

Silvana Koch-Mehrin

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"30 Milliarden Euro kostet staatliche Bürokratie nach aktuellen Untersuchungen die Wirtschaft im Jahr. Jeder Euro weniger gibt den Unternehmen mehr Spielraum, neue Jobs zu schaffen!"Dr. Silvana Koch-Mehrin, Mitglied des Europaparlaments, INSM-Unterstützerin
Bei der Deutschen Bank wird jede Gelegenheit genutzt, neue Mitarbeiter "freizusetzen".Das ist bei allen anderen neoliberalen Firmen auch nicht anders und hat nichts mit sogenannter staatlicher Bürokratie zu tun sondern ausschließlich mit Renditenfixierung und dem Ignorieren des Grundgesetzes -Eigentum verpflichtet!
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Professor Dr. Hans Tietmeyer

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"Ein Kündigungsschutz, der Beschäftigung verhindert, muss modernisiert werden."
Professor Dr. Hans Tietmeyer, INSM-Kuratoriumsvorsitzender, früherer BundesbankpräsidentQuelle: www.einstieg-in-arbeit.de
Ein Kündigungsschutz hat den Sinn, vor der Willkür gesichtsloser Manager zu schützen, sowie ein erneutes Abdriften in einen neuen Manchester-Kapitalismus zu verhindern.Modern klingt so nach Zukunft. Gemeint ist hier jedoch der Rückfall ins 19. Jahrhundert.
   

Christoph Metzelder

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"Bildung und Ausbildung sind wichtige Faktoren für die Integration und für die Teilnahme am gesellschaftlichen Leben. Deswegen sind alle Kräfte aufgefordert, an diesem Prozess teilzunehmen: Politik, Wirtschaft, die Kirchen. Aber wir wissen auch, dass das nicht alleine von diesen Leuten gestemmt werden kann, sondern dass immer wieder auch private Initiativen daran teilnehmen müssen; ob es eine private Stiftung, wie meine Christoph-Metzelder-Stiftung, ist oder auch die Kampagne "Einstieg in Arbeit" der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft."Christoph Metzelder, Fußball-NationalspielerQuelle: www.einstieg-in-arbeit.de
Politik, Wirtschaft und Kirchen reichten also nicht aus, um Bildung und Ausbildung für Menschen mit Migrationshintergrund bereitzustellen. Es seien auch "private Initiativen" von Nöten.Dies ist neoliberal, da allein schon die "Politik", also der Staat für die Bildung und Ausbildung der Bürger - ganz gleich ob einheimisch oder zugewandert - Verantwortung trägt. Es sind ausreichend staatliche Gelder für ein gutes Bildungssystem vorhanden. Außerdem muß Bildung und Ausbildung vom Staat, also von Steuergeldern, bereitgestellt werden, damit gewährleistet ist, daß auch alle Menschen, die hier leben, eine faire und gute Bildung bekommen - ganz gleich, aus welcher sozialen Herkunft sie kommen.Aber gerade dies ist nicht mehr der Fall, wenn Bildung in die Hände von "privaten Initiativen" gelegt wird. Dann werden nämlich nur noch diejenigen Menschen gefördert, welche in das Schema und zu den Partikularinteressen der jeweiligen Initiative passen. Bildung für alle ist dann passé.
   

Bert Rürup

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"Die meisten Wettkämpfe verliert man, aber die entscheidenden Spiele muss man gewinnen."

Der sogenannte "Wirtschaftsweise" Rürup, Ökonom des Neoklassizismus gilt als ausgewiesener "Experte" für die wirtschaftliche Entwicklung. Zudem ist er ein systemkonformer Neoliberalist.Die Wettbewerbsideologie, das ewige kämpfen um die "Spitzenposition" kommt in diesem Zitat zur Geltung. Ganz abgesehen davon, ist dieses Zitat nicht sonderlich originell.
 
     

Guido Westerwelle

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  • "Es muss gelten: Keine Leistung ohne Gegenleistung"
  • "Meine Politik fördert die Fleißigen, schützt die Schwachen und bestraft die Faulen. Es gibt kein Recht auf staatlich bezahlte Faulheit"
  • "Mindestlohn ist DDR pur ohne Mauer"
Quelle: http://de.wikiquote.org/wiki/Guido_Westerwelle 
(nach verschiedenen Quellen)
Westerwelle populistischster Neoliberaler des Landes. Ex-Vorsitzender der neoliberalsten Partei der Bundesrepublik, der FTP.Diese drei Zitate geben die Richtung vor: Westerwelle kämpft für eine durch und durch wettbewerblich organisierte Gesellschaft der totalen Konkurrenz. Durchsetzen sollen sich diejenigen, die ohnehin schon an der Spitze stehen - und zwar auf Kosten der Allgemeinheit bzw. den "Schwachen" (welche zugleich auf die "Faulen" sind).Daß der Großteil der "Schwachen" auch zu den "Fleißigen" gehört, dennoch nicht "stärker" wird, ist nicht Teil des Bewußtseins einer Westerwelle. Wer arm ist, muß schon irgendwie faul sein.
Westerwelle hat in Wirtschaft wohl nicht aufgepaßt. Sonst wüßte er vom Gleichgewichtslohn wie er in der Neoklassik genannt wird und welcher besagt, daß "einfache" Berufe auch schlecht beazahlt sind.
   

 

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